Dienstag, 30.04.2013 Reiten


So morgen ist Feiertag und da ich ja Zeit habe reite ich noch eine gemütliche Runde.

Mali gibt sich wirklich viel Mühe. Im Schritt in der Routine muss ich zwar ab und an die Kopfhaltung noch korrigieren. Aber ich kann dabei viel weniger machen. Ich selber erziehe mich an das Anfragen zu denken. Ich will etwas, also wünsche ich mir das und kommt es nicht von alleine erkläre ich Mali in vielen einzelnen kleinen Schritten den Weg.

Das Funktioniert total gut. Oft machen wir keine ganze Seite den entsprechenden Seitengängen sondern ich löse die Übung, wenn sie gut ausgeführt ist auf, und belohne Mali dadurch.

Heute Wechsel ich auch auf der Langen Seite zwischen den einzelnen Seitengängen hin und her. Das macht Spaß und Mali passt schön auf was meine Schenkel ihm denn so erzählen und worum sie ihn bitten.

Beim Trab versuche ich das erste Mal die Routine direkt an der langen Seite mit rein zu nehmen. Zurzeit mache ich es ja eher auf dem Zirkel, aber eigentlich möchte ich das jetzt langsam etablieren. Mali zündet gut und wir probieren die Routine so gut aus wie es eben geht. Sogar die Traversale im Trab versuchen wir.

Ich muss aber sagen, dass mir das ganz gut gefiel. So setzte ich den Scherpunkt im Trab heute auf die Traversalen. Und nach ein paar Wechseln durch die ganze Bahn wusste Mali was ich meine und gab sich noch mehr Mühe.

Zwischendurch machten wir im Stand Pause und im Schritt unsere Wechsel zwischen SH, Travers und Renvers auf dem Zirkel. Die Reaktion auf den Schenkel kommt immer schneller und Mali kommt weniger hoch vorne. So langsam versteht und schafft er das auch körperlich was ich von ihm will.

Zum Abschluss noch etwas Galopp ohne Stress und wir machten glücklich und zufrieden Feierabend.

Montag, 29.04.2013 Reiten


Gestern wieder nur kurz am Stall gewesen. Aber ab heute wird wieder gearbeitet und wir starten voll durch.

Heute direkt mit reiten. Ich hatte frei und hab morgens die Drei erstmal raus gelassen. Dann schnell Futter und Heu für abends gemacht und Mali wieder von der Wiese geholt.

Sehr ausgiebig geputzt und die Mähne wieder mit dem Ekzemzeugs eingeschmiert, Mähne wächst gut im Moment. Ich hoffe, dass wir das jetzt in den Griff bekommen.

So langsam kommen auch an den geschorenen Stellen bei Mali die Haare durch. Ich hoffe, dass er bald nicht mehr so kahl aussieht.

Gesattelt und auf den Platz marschiert. Wir starteten mit Spanischem Schritt. Mali gibt sich viel Mühe und hebt nach Aufforderung die Beinchen schon schön hoch. So 3-4 Schritte am Stück schaffen wir schon. Keks, Loben, Denken lassen.

Dann rauf und reiten. Wir starteten mit der Routine. Wie immer linke Hand. Da der hintere Bereich so tief ist auf dem Platz, lege ich vorne ein Viereck an und mache halt auf den gegenüberliegenden Seiten meine Seitengänge und ziehe sonst gerade. Selbst im Travers blieb Mali in Beizäumung. Auch das Renvers war wirklich gut. Für die Traversale ging ich auf die lange Diagonale. Mali weiß langsam was kommt und reagiert sofort auf den Schenkel und versucht alles um schön gleichmäßig rüber zu kommen. Hier geht noch die Beizäumung immer wieder verloren. Wir arbeiten aber dran und es wird auch besser.

Im Trab gehen wir auch erstmal auf das Quadrat, dann baue ich immer wieder SH an einer kurzen Seite ein. Links klappt das mittelmäßig rechts dafür umso besser. Dann das Ganze auf dem Zirkel. Immer ein Paar Tritte und wieder gerade aus. Die Reaktion auf den Schenkel wird direkter. Supi. Dann nehme ich auch Travers mit dazu. Da kommt Mali aber vorne immer raus und bleibt nicht in Beizäumung. Ich arbeite also da dran und löse die Übung auf wenn sobald Mali wieder in Beizäumung geht.

Zwischendurch halten wir an und kuscheln. Mali ist schon viel ruhiger geworden und versucht passend zu reagieren. Heute wollte ich den Galopp nur mit rein gehen wenn er schon im Travers ruhig bleibt. Ich arbeitete also erstmal normal weiter und dachte gar nicht an Galopp. Das klappte gut.

Da Mali ja den Galopp nach dem Trab und mit einem Travers verbindet im Moment vermutet, versuchte ich es heute einfach mal aus dem Trab. Rechte Hand ganz toll. Danach auch gut weiter gesprungen.

Links wollte Mali kurz wieder hektisch werden, ich ritt einfach ganze Bahn im Trab und alles war wieder gut. Am Ende der langen Seite verlangte ich Travers und galoppierte an. Ahh das fühlte sich so gut an.

Danach beende ich die Einheit Mali brummelte und bekam dann noch einen Keks.

Ich fühle mich auch besonders gut im Sattel. Der Trab ist schön zu sitzen und eigentlich fühle ich mich total wohl. Morgen geht’s weiter.

Samstag, 27.04.2013 Longieren


So gestern mal wieder nichts geschafft zu machen. Das war mal vielleicht ne Lahme Woche. Dafür hab ich heute schön longiert.

Ich war über alles zufrieden.  Gestartet haben wir mit Schritt. Erst langsam und dann etwas schreitender. Das war schön spurig und Mali war wirklich toll bei mir. Wir erhöhten den Schwierigkeitsgrad und machten mit SH weiter. Das macht total viel Spaß und Mali macht das so toll mit.

Wir machten also SH auf jeder Hand und Mali wurde langsam richtig schön warm. Das Becken bewegte sich durch das 4 hufschlägige (das Spreizen und Kreuzen) schön von rechts nach links.

Als nächstes kam der Trab. Erstmal schön locker im Trab vorwärts. Mali bot sofort eine schöne Dehnung an. Ich versuchte ihn nicht zu stören, wollte aber noch etwas mehr Stellung rausarbeiten. Das gelang durch ganz viele kleine Paraden. Mali machte sich lang ohne dabei zu tief zu kommen.

Wir gingen in die Arbeitsphase über und machten mit Aufrichtung und SH weiter. Das macht auch im Trab total viel Spaß. Es gelingt in dem ich vorne anhebe etwas abbremse und dann die Hinterhand rausschicke. Total einfach eigentlich. Wir schafften heute auch einige Tritte auf der Geraden langen Seite. Toll.

Galopparbeit machten wir auch. Damit verbunden viele Übergange zwischen Halt-Schritt-Trab-Galopp und halt hin und her mittendrin.

Als Abschluss übten wir noch Seitwärts auf mich zu. Wir können jetzt eine Gerade gehen und dann eine kleine Pirouette und dann weiter gehen auf der Geraden und wieder eine Pirouette. Das total genial.

Hier macht Mali immer bereitwilliger mit und reagiert schon auf Phase 1. Nächstes Ziel. Das ganue im Trab.

Man muss sich ja Ziele setzen.

Donnerstag, 25.04.2013 Reiten


Am Ende gabs ein Sandbad
So heute wieder Zeit zum Reiten. Fast eine Woche nicht mehr geschafft. Aber was soll ich sagen. Ich kanns noch :D

Mali war sehr kulant und kam brav von der Wiese mit. Dann hab ich ihn erstmal entsandet. Mein Gott was da immer so alles im Fell steckt. Nerv. Mit Decke wars schöner :D

Irgendwie hab ich nen Keks heut gefrühstückt.

Malis Mähne und Schweif hab ich mit seinem Exzemerzeugs behandelt, auch etwas die Brust, weil die Schubbelt er sich. Laut Aussage von H. Bevor dann bald die Mähne wieder schön ist und die Brust kahl also auch da ein bißchen was drauf gemacht.

Dann weiter fertig gemacht und gesattelt.

Bißchen spanischen Schritt geübt. War eher mittelmäßig. Glaub das konnten wir schon besser. Mali gab sich aber viel Mühe, wird ihm trotzdem zwischendurch zu anstrengend.

Dann rauf und ab Routine geritten. Im Schritt war das wirklich genial. Das SH war von Anfang an super und ich musste wenig korrigieren. Beim Travers musste ich aufpassen, dass die Beizäumung erhalten blieb. Renvers war okay, da musste ich auf Beizäumung und Kruppe aufpassen. Dafür war die Traversale wieder sehr bemüht. Mali versteht langsam was er machen muss und bekommt die Beine koordiniert. Es ist immer noch total anstrengend für ihn, das merkt man, aber nur durchs Machen kann es besser werden.

Eine kleine Einheit legte ich noch auf den Zirkel. Dort wechselte ich mit Pausen zwischen den Seitengängen hin und her. Schenkelgehorsam quasi und das war wirklich schön.

Ich legte dann schnell den Trab ein. Es war schon recht war und ich wollte nach der Pause keine lange Einheit machen.

Der Trab gefiel mir sofort gut.

Ich wechselte zwischen ganzer Bahn und Zirkel und verlangte immer wieder ein paar Schritte SH und Travers. Mali reagierte total fein und wich sofort auf den Schenkel. Ich wechselte also so hin und her und machte dann schnell eine Pause zum Durchatmen.

Natürlich machten wir uns auch an das Problem mit dem angaloppieren. Mali wurde schon wieder leicht ungehalten, aber ich konnte ihn immer wieder beruhigen, wenn er sich mal aufregte. Was auch half war kurz lang lassen und dann schnell aufnehmen, Schenkel setzen und angaloppieren. Mali wird dann im Galopp erstmal sehr schnell gibt sich dann aber beim Verkleinern auf ne Volte extrem viel Mühe.

Ich schaffte das jetzt auch wirklich nur über Schulter eindrehen und äußeren Zügel anlegen.

So galoppierten wir ein paar Mal an.

Zwischendurch hielten wir an und machten Pause. Was mir aufgefallen ist, dass Mali im Stand auf einmal geschlossen steht. Juhu.

Mittwoch, 25.04.2013 Quatschkram und Halsring


Heute hat es nur für etwas mehr am Pferd sein gereicht, weil Mali schon vorne am Tor stand und quasi wartete. Es war schon recht spät und H. ritt gerade. Verona ist hoch rossig und geht den Herren regelrecht auf die Nerven.

Ich schnappte mir den Strick vom Anbinder, legte Mali diesen um den Hals und stieg an der Aufstieghilfe auf. Mein kleiner Mann ist ja soooooo artig. Wir ritten also ein paar Runden SH auf beiden Seiten ging auch und dann machte ich noch etwas quatschkram auf Malis Rücken zuzüglich kuscheln.

Es tat gut, nach einem anstrengenden Tag bei Mali etwas Kraft zu schöpfen.


Danke mein Schatz <3
 








 

Dienstag, 24.04.2013


Ich hab heute leider nichts geschafft was mit Mali zu machen. Allerdings konnte ich den Kleinen auf der Wiese besuchen und bei einer Straftat beobachten. Er hat genüsslich von der Weide auf der Wiese die Weidenkätzchen genascht.
Wir haben also noch ein paar Minuten gekuschelt. Ich hab die Wiese sauber gemacht und dann hab ich meinen Schatz wieder verlassen um tod ins Bett zu fallen.
 
 
 
 
Das Beweißvideo:
 
 
 

Montag, 22.04.2013 longieren

Gestern war ja irgendwie doof, dafür war heute um so schöner.

Wir hatten eine schöne Longeneinheit.

Ich wärmte Mali langsam im Schritt auf. Ganz besonders achtete ich auf das Spurig laufen und auf da leichte stellen ohne zu viel Biegung.

Dann schloss ich den Kreis mit dem Reiten und versuchte mal SH auf dem Zirkel an so 2-3 Meter länger Longe.

Das hatte ich ja so nach LK Art und weise schon öfters versucht aber so wirklich klappen wollte das nicht. Ich versuchte e trotzdem. Vorne abbremsen, Kruppe raus schicken und dann Biegung abfragen. Voila. Geht doch. Warum war dass denn immer so schwer?

Egal. Andere Hand ausprobiert. Geht auch. Also Größenwahn bekommen und im Trab probiert. Geht auch. Ahhhh wie genial.

Das wollte ich ja auf dem LK Kurs im Mai üben. Tja können wir.

Da mich der Ehrgeiz gepackt hatte. Fragte ich travers auf mich zu auf Distanz ab. Das Monte ich ja gerne auf dem Zirkel können. Mit 2 Meter Entfernung an der langen Seite oder frei macht Mali das echt gut und zuverlässig. Also muss das jetzt weiter geübt werden.

Zum Abschluss noch Übergänge und Galopp. Der war heute ganz okay. Können wir aber auch besser.

Trotzdem war ich Mega zufrieden so eine tolle Lektion wiedermal geschenkt zu bekommen. Danke Mali <3

Sonntag, 21.04.2013 Doof


Mali und ich hatten heute einen schlechten Tag. Warum keine Ahnhng war so. Also übten wir etwas circeln, wenn ich auf nem Hocker stehe und kasperten so etwas rum. Viel mehr war nicht.

Samstag, 20.04.2013 Bodenarbeit





So nachdem ich nun die ganze Woche geritten bin. Heute mal etwas Bodenarbeit. Erst die Box gemacht, dann Mali schön geputzt. Den Schweif hab ich mal gewaschen also so ein bißchen. So dreckig war der gar nicht. Und dein Bauernzopf in andersherum hab ich versucht. Hat auch nicht geklappt glaub ich. Sah aber gut aus.





Im Anschluss habe ich unsere neue Trense anprobiert.  Sie passt. Vielen Dank an Barocko (Nicole v. Hagmann). Top Beratung und super Material.

Grummelchen
 

Da die Trense ja schon mal drauf war übten wir etwas spanischen Schritt. Mali gibt sich viel Mühe. Motivation geht zwar schon mal flöten, dafür schaffen wir schon 4-6 Tritte nacheinander. Ja gut die Beinchen sinken dann immer mehr ab und sich nicht mehr so hoch aber egal. Vorziehen, Anhalten, Loben und Leckerchen.

 

Danach tobten wir munter über den Platz üben ran holen, fliegende Wechsel und ein paar andere Sachen. War sehr schön so in der Sonne.


Freitag, 19.04.2013 Reiten


Heute war S. zuerst mit reiten dran. Wir haben uns ein Quadrat abgesteckt und durch Ecken reiten geübt. Wenn S. etwas ans Schulterverschieben gedacht hat klappte das sehr gut.

Heute war der Trab auch total super S. hat sich einmal mit der Gerte innen durchgesetzt und dann funktionierte es wirklich gut. Das Durchhaltevermögen fehlt noch, aber richtig sitzen und lenken ist ja nun auch wirklich schwierig.

Zum Abschluss gab es noch etwas SH  auf der Geraden und um mich herum.

 

Mali hatte dann kurz Pause und dann ritt ich ihn noch so 20 Minuten.

Kurzes aufwärmen im Schritt in allen Seitengängen und dann das Ganze im Schritt. Fühlte sich wirklich sehr schön an.

Galopp schafften wir schon viel schneller und das nervige dagegen gehen war heute viel weniger. Ich denke bald ist das Thema durch. Dafür sprang Mali wirklich sehr gut an. Leider noch auf der Geraden, aber wenn das besser sitzt geht’s auf den Zirkel.

Nachtrag 16.03.2013 Seminar Barockreiten/Vaqueroreiten in Bückeburg

Nachdem nun vier Wochen rum sind und ich nachgedacht habe wollte ich nun nochmal alle meine Gedanken aufschreiben. Die Gedanken werden gestützt von dem Handout, dass ich beim Seminar bekommen habe.


Meine Gedanken zur Dehnungshaltung:

Vorab. Es geht hier um eine Haltung bei der der Pferdekopf - besser das Genick - tiefer kommt als der Wiederrist oder die Pferdenase tiefer als das Buggelenk.

Diese Dehnung lehne ich ab. Warum?

Studien haben gezeigt, dass sich der Widerrist um 4cm absenkt wenn sich ein Reiter auf das Pferd setzt. Ziel ist es aber, dass das Pferd den Widerrist anhebt um den Menschen gesund über den Rücken tragen zu können. Das kann nicht funktionieren wenn man das Pferd noch extra auf die Vorderhand bringt indem man es nach vorwärts-abwärts strecken lässt. Dies ist den meisten Leute auch bewusst, aber Sie nehmen es Zugunsten der Losgelassenheit in Kauf.

Viele vergleichen die natürliche Fresshaltung mit der Dehnung des Rückens. Aber Pferde fressen im Stehen oder bewegen sich vielleicht schrittweise vorwärts. Wie kann man dann eine Dehnung in der Bewegung fokussieren, die das Pferd sonst nur im Stand macht? Selbst in der Humanmedizin gibt es die Erkenntnis, dass extreme Dehnung in Bewegung ungesund ist.

Der Mensch versucht aber dennoch das Pferd in die Dehnung zu bringen. „Dann schwingt der Rücken doch so schön!“ Ja aber wohin denn? Viele sind der Meinung nach rechts und links, das ist aber nicht so. Hauptsächlich schwingt der Rücken nach oben und unten. Was passiert wenn ein 65KG schwerer Reiter im Trab, beim Leichttraben in Dehnung reitet? Er bringt noch mehr punktuellen Druck auf den Pferderücken und dadurch den Widerrist nach unten und mehr Gewicht auf die Vorhand.

Ein weiterer Grund vieler Leute das Pferd in Dehnung zu reiten ist, dass es dadurch lernt vermehrt unterzutreten. Dieses vermehrte Untertreten sind aber eigentlich nur größere, längere Schritte. Das Pferd nimmt dadurch keine Last auf. Ganz im Gegenteil, dass Becken kippt nicht ab und eine Hankenbiegung ist nicht möglich. Beobachtet doch mal ein Pferd in tiefer Dehnung. Es muss das entgegengesetzte Hinterbein genauso weit nach hinten raus strecken wie das andere unter den Pferdekörper. Wie soll da eine Lastaufnahme, also gesundes Laufen möglich sein?

Natürlich will man den Rücken des Pferdes dennoch anheben und dehnen. Dies kann man aber auch durch das Reiten von Biegung und Seitengängen erreichen. Dabei wird, vorausgesetzt es wird korrekt geritten, immer die äußere Seite gedehnt. Reitet man also im Wechsel auf jeder Hand dehnt sich der Rücken automatisch. Auch kann man das Pferd in Pausen im Stand dehnen lassen, indem man einfach den Zügel lang lässt. Das Pferd kann dann selber entscheiden ob es sich Dehnen möchte.

Das sind jetzt mal meine momentanen Ideen und Gedanken zum Thema Dehnung (Definition siehe oben). Das Problem ist, dass es wissenschaftliche Studien gibt, die belegen, dass 24% der Reitpferde aufgrund von Schäden an den Vordergliedmaßen eingeschläfert werden. Das kann im Zusammenhang mit der Dehnung stehen, weil dadurch einfach zu viel Gewicht auf die Vorhand gebracht wird. Sicherlich spielen auch weitere Faktoren eine Rolle. Für mich ist das trotzdem der Hinweis, dass man den Fokus mehr auf das Versammeln legen sollte.

Im Klartext heißt das für mich, dass ich weiterhin an einer Dehnung arbeiten werde, aber an einer positiven Dehnung, die niemals zu tief kommen darf. Außerdem sollte die Arbeit innerhalb einer Einheit immer wechseln. Zwischen entspannter und angespannter Haltung. Des Weiteren sollte immer in einem gewissen Grad an Beizäumung geritten werden. Natürlich alles dem Ausbildungsstand des Pferdes angeglichen.


Meine Gedanken zum Thema Reiten von Verstärkungen:

Damit meine ich diese extremen Trabverstärkungen die mein „Special Friend“ Totilas in Vollendung zeigt. Das das extrem unnatürlich aussieht brauch ich hier ja wohl nicht zu schreiben, oder? Verstärkungen und Schwung sind Erfindungen die er seit den letzten 100 Jahren geritten werden. Vorher gab es so was nicht.

Diesem neuen Schönheitsideal sind aber extreme Taktfehler entsprungen. Schaut euch doch mal ein Bild an wenn ein Pferd in der Trabverstärkung ist. Meist sind die Hinterbeine noch auf dem Boden und vorne wird rausgestrampelt. Der Zweitakt geht verloren. Dadurch, dass da große Bewegungsenergie aufkommt wird das Sprunggelenk quer zu den Knorpelfugen gestaucht, was zu Spat führen kann.

Extreme Verstärkungen sind bei mir jetzt tabu. Natürlich muss das Pferd vorwärts gehen und ich muss es aus einem langsamen Seitengang vorwärts schicken können, aber niemals übereilt. Immer so, dass ich das Pferd noch aussitzen kann. Damit komme ich zum nächsten Thema.


Meine Gedanken zum Thema Leichtraben:

Das Leichttraben ist in England entstanden. In einer Zeit in der es nicht um Kunst (also beim Reiten) sondern um Freizeitaktivität ging - oft in der Form von Jagdreiterei. Die Pferde waren für Schnelligkeit nicht für Versammlungsfähigkeit gezüchtet worden. Man erfand das englische Traben, das heutige Leichtraben, um auch den gewöhnlichen Leuten das Traben zu erleichtern.

Das Leichttraben ist also eine Modeerscheinung.

Bei Jungen, noch nicht bis zu den Seitengängen ausgebildeten Pferden habe ich nichts gegen das  Leichtraben. Auch bei Reitern die selber noch Probleme haben auszusitzen bzw. Ihre Balance noch nicht gefunden haben ist mir das Leichtraben deutlich lieber als das Rumgeplumpse im Rücken.

Allerdings sollte bei jedem Pferd-Reiter-Paar irgendwann der Zeitpunkt kommen auf das Leichtraben zu verzichten. Findet man gemeinsame Harmonie in einem Tempo im Trab kann das doch für beide Seiten nur angenehm sein. Was bitte sollte daran falsch sein?


Meine Gedanken zum Thema Rollkur:

Naja das ich komplett gegen das Einrollen oder zu eng machen von Pferden bin, ist den meisten (allen) hier wohl klar.

Trotzdem will ich nochmal zusammenfassen warum.

Ein Pferd das in Rollkur/zu eng geritten wir hat folgende Probleme:

- Es kann nichts sehen, ist dadurch besser zu kontrollieren
- Nackenband wird überdehnt
- Kehlkopfveränderungen
- Degeneration der Ohrspeicheldrüse
- Magengeschwüre oder andere stressbedingte Erkrankungen
- Verkürzung der Oberarmheber, dadurch extreme Vorderhandaktion

Niemals, nicht kommt mir ein Pferd zu tief. Dies wird sofort und immer korrigiert.


Meine Gedanken zum Thema Anlehnung:

Es gibt Anlehnung und Anlehnung. Deshalb kurz zur Klarstellung. Eine leichte Anlehnung ist erwünscht, aber kein auf den Zügel lehnen.

Stütz sich das Pferd auf den Zügel kommt Gewicht auf die Vorderhand. Wie oben beschrieben ist das nicht das Ziel also muss gegen gearbeitet werden. Für mich indem ich entweder die Hände öffne, oder bei extremem Drauflegen durch Demi-arrets.

Für mich ist das Ziel, dass das Pferd ohne Anlehnung in Selbsthaltung läuft.


Meine Gedanken zum Thema Versammlung:

Das war für mich früher immer ein rotes Tuch. Für mich musste sehr viel Vorarbeit geleistet werden um eine Versammlungsfähigkeit zu erreicht. Das war für mich schon fast hohe Dressur, hohe Kunst. Das sehe ich heute anders. Fakt ist das Pferd muss lernen sich zu versammeln, damit es überhaupt lernt den Menschen zu tragen.

Deshalb ist ein frühes vielleicht sofortiges Versammeln sogar Pflicht. Dies erreicht man zum Beispiel durch das Reiten von Seitengängen.

Bietet das Pferd nach geraumer Ausbildungszeit (das ist halt bei jedem Pferd anders) keine Versammlung, keine Beizäumung an, dann kann ich diese durch das Gebiss dem Pferd abverlangen. Dazu erlernt das Pferd zuerst die Beizäumung im Stand und dann langsam in allen weiteren Gangarten.

Natürlich sollte hierbei das Pferd nie überfordert werden. Merkt man eine Verspannung muss sofort pausiert werden. Dann kann mit der vorhergegangenen Übung neu gestartet werden.

Die Versammlungsfähigkeit steigt mit der Sicherheit der Ausführung bestimmter Lektion. Damit sich aber die passende Muskulatur entwickelt müssen bestimmt Lektionen auch einfach geübt werden. Auch wenn sie nicht sofort in Perfektion beherrscht werden. Hierbei kann man vom lernenden Pferd immer nur eins in Perfektion verlangen werden. Reihenfolge hierbei ist zum Beispiel bei den Seitengängen: Beizäumung, Kruppe, Biegung. Dies bietet einen Rahmen um die Ausführung der Lektion stetig zu verbessern. Dadurch lernt auch das Pferd immer mehr sich selbst zu tragen.


Meine Gedanken zum Thema Aufwärmen:

Je mehr ich Aufwärme desto länger dauert die Einheit. Das Pferd soll aber immer sein Bestes geben, keine Kilometerarbeit leisten müssen und natürlich gesunderhaltend Laufen.
Dafür ist es wichtig, dass Pferd nicht zu lang (vielleicht auch gar nicht) auf die Vorderhand fallen zu lassen sondern direkt mit seinem Programm anzufangen. Das kann bei einem jungen Pferd das Reiten von Bahnfiguren sein, bei älteren, weiter ausgebildeten Pferden die Routine in den Seitengängen in allen drei Gangarten.

Die Routine kann helfen dem Pferd einen Rahmen, etwas vertrautes zu geben. Für mich besteht die Routine aus einer bestimmten Abfolge der Seitengänge. Das muss nicht langweilig sein, weil ich auch die Seitengänge in unterschiedlichen Tempi, Abstellungen, usw. reiten kann.


So, das waren mal meine Gedanken, die beim Seminar etwas aufgerüttelt worden sind. Bei dem einen oder anderen Thema hat sich meine Einstellung gerade in letzter Zeit etwas geändert.

Donnerstag, 18.04.2013 Papa zu Besuch und Reiten

 

Heute war mein Papa zu besuchen. Wir waren am Stall zum Kuchen Essen verabredet und quatschten also erstmal ne ganze Stunde Ich verschwand zwischendurch um Mali zu putzen. Mein Vater wollte doch gerne zusehen wie ich Reiten.

Mali hatte sich große Mühe gegeben und schön im Dreck gewälzt. Als Thilo und mein Vater  kamen war ich aber bereits mit dem größten durch. Beim Putzen sind diese Fotos entstanden:

 




 
 
 

Reiten war heute sehr gut. Ich startete mit der Routine im Schritt. Die wirklich flüssig und locker war. Mali war weich an der Hand und weich am Schenkel.

Es macht langsam wirklich langsam Spaß zu Fühlen und macht mich stolz wie wir zu einer Einheit zusammen wachsen.

Ich muss immer weniger korrigieren und Mali fügt sich immer mehr in die Lektionen ein und lässt sich fallen. Zwischendurch Atmen wir tief durch und machen Pause im Stand.

Im Trab üben wir dann den Schenkelgehorsam erst mal. Also Kruppe Herein und Heraus. Das Ganze in Beizäumung. Als letztes I-Tüpfelchen arbeiten wir dann noch an der korrekten Stellung. Mali arbeitet toll mit und ist die meiste Zeit ganz weich. Auch das gerade ziehen und vor schicken klappt gut. Keine Spannung zu fühlen.

Jetzt kommt das große aber: Bis wir ABER zum angaloppieren aus dem Travers kamen. Rechte Hand großer Sport Thilo und mein Vater waren beeindruckt. Ich war feige und hab es erst mal an der Bande versucht. Das klappte rechte Hand auch gut.

Linke Hand musste ich wieder etwas dran bleiben. Mali ahnt aber schon was kommt und gibt sich Mühe, macht sich aber noch nicht frei und lässt sich fallen. Ich mache viele Pausen. Abschließend muss ich sagen, dass es heute schon viel besser war als gestern. Wir hatten recht viel Abstellung zur Bande und das konnte ich aufrechterhalten.

Mit B. hatte ich vorher getippert um  sie hatte mir die Sicherheit gegeben, dass ich das schon richtig mache so. Ich soll wieder auf den Zirkel zurückgehen, aber eins nach dem anderen und Geduld haben. Ach ja wie heißt dieser Blogg nochmal? :D

Ja ich habe Geduld und bin wenn Mali gegen den Schenkel geht total emotionslos und nehme mir das nicht zu Herzen. Wir schaffen das. Zusammen!


Am Ende tobten wir noch über den Platz und Mali durfte sich wälzen

 




Mittwoch, 17.04.2013 Unterricht S. und Reiten


So Puh, also von gestern verarbeitet. Noch lange drüber nachgedacht, aber alles verstanden und eingespeichert zum Umsetzen.

Aber erstmal war heute S. dran. Da sie ja auf Mali keine Einseitige Ausbildung erhalten soll. Machten wir heute mit den Seitengängen weiter. Oder Frischten diese auf, naja oder starteten neu damit.

Sind auch wieder ein paar Tage her seitdem S. sie reiten musste. Geradeaus war kein Problem. Alles ganz locker. Besonders S. Hand. Mali war besonders gut drauf und zäumte sich von selber bei.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten wie innen zu viel reinführen, Kruppe vergessen draußen zu lassen und Becken nicht mit drehen bekamen wir drei zusammen immer wieder einige schöne Schritte hin.

Hey Teamwork. Und die sahen richtig gut aus. die Schritte.

Wir versuchten uns auch am Travers. Kruppe rein war nicht so das Problem aber die Biegung richtig beizubehalten. Naja warum soll es S. anders gehen wie mir.

S. Aufgabe war dann immer drauf zu achten was Mali nicht genug macht und das korrigieren.

Zum Abschluss gab es SH um mich herum. Ach das klappte dann auf einmal wirklich gut. Ich war sehr stolz auf die beiden.

 

Dann wechselten wir und ich ritt Mali für 10 Minuten. Es ging nur darum das Problem des gegen-den-Schenkel-Gehens von gestern nochmal aufzugreifen.

Man konnte mal wieder sehen wie toll Mali und ich uns doch Spiegel und was für Sturköpfe wir eigentlich haben. Was soll ich sagen. Rechte Hand kein Problem. Linke musste ich etwas beharrlich bleiben und es einfordern. Nach der kurzen Seite am Anfang der langen Geraden fällt es mir aber sehr leicht zu beurteilen und wir schafften wirklich zwei schöne Starts des Galopps aus dem Travers im Schritt. Loben, Leckerchen, Runter, Leckerchen, Loben.

Danach war Mali wieder sehr anhänglich.

Dienstag, 16.04.2013 Unterricht nach Barocken Vorbildern


So wieder Unterricht.

Ich war sehr gespannt was B. zu unserer Arbeit sagt.

Mali wurde ordentlich gebürstet und die Mähne gemacht. Gesattelt und dann warteten wir auf B. Als sie um die Ecke kam schnell die Trense drauf und los ging es.

Er wieder spanischer Schritt. Mali bietet den jetzt immer mehr von alleine an. Ich soll das auch mit Verlust der Höhe der Beine annehmen und dann wieder ein paar Schritte geradeaus verlangen und dann neu starten. Das ist also besser geworden und ich muss einfach dran bleiben.

Dann ging es rauf und fingen mit der Routine an. Beim SH soll ich das Stöckchen an der Kruppe lassen. Auch wenn Mali dann mal kurz mit der Schulter rein komm, dann kann ich immer noch korrigieren.

Und noch weniger innerer Zügel. Grummel :D

Wir sind dann recht schnell auf den Zirkel gegangen.  Erst SH. Beizäumung und dann die Kruppe kontrollieren und dann vielleicht noch an der Stellung arbeiten. Das zunächst auf dem großen Zirkel und dann um B. herum. Das macht Spaß und Mali macht schön ausscheren und übertreten. Das lockert sein Becken.

Dann Travers. Naja da ist der Schenkelgehorsam noch nicht so 100%. Klar ist ja auch anstrengend. Ich verlange wie im beim SH erst Beizäumung dann Kruppe dann Biegung. Einige Tritte waren ganz gut. So kamen wir zur Traversale. AHHH. Okay ruhig bleiben und los geht’s. Aus dem SH, Schenkelumlegen und rüber. Nichts 100% verlangen sondern machen. Heyja man kann es erahnen.

Renvers geht ja eigentlich immer gut, heute auch.

So dann Trab. An der Zündung soll ich arbeiten. Mit Stimmkommando, kommt keine Zündung am Schenkel schnell mit dem Sporn wach machen. Nach 2-3 Mal klappt es nur auf Schnalzen anzutraben. Diese Impulsion war mir auch immer wichtig, hab ich aber sonst mit Gerte abgerufen. Dafür hab ich Mali so gut am Schenkel. Stimmkommando werde ich wohl auch nochmal etablieren.

Dann SH im Trab. Das klappt recht gut. Macht Mali schön mit gerade ziehen, geradeaus laufen lassen und neu starten. Das ganze natürlich auf der andern Hand.

Dann Travers. Ahhh wieder dieses Böse irgendwas :D

Da muss Mali lernen sofort auf die Seitwärtstreibenden Schenkel zu hören. Wenn er das nicht tut kommt das Bein 2-3 Mal und gut ist. Schon klappt es besser und ich kann wieder vorsichtig nett anfragen. Nach dem Travers kommt die Traversale. Und? Ja ich muss dringend dran arbeiten. Wenn ich Mali leicht an Schenkel und Zügel habe bekomme ich ein paar Schöne Schritte hin. Ggf muss ich über den inneren etwas ausbremsen oder über den äußeren mehr stellen.

Renvers ist wieder sehr anstrengend gelegt aber auch immer wieder für ein paar Schritte auf der Kreislinie.

Dann kommt der Galopp. Ich soll Mali wach machen und dann im Travers angaloppieren. Naja und er soll im Travers bleiben. Das Problem ist, dass Mali beim Anspringen dagegen geht und nach außen springt. Ich versuche es ein paar Mal und dann macht B. weiter.
 
Der Galopp ist schon viel geschlossener, aber meine Arme muss ich noch dran bekommen
 

Mali ist da sehr Stur. Er möchte das einfach nicht, rechte Hand ist das eigentliche Problem, links geht es da macht er das. Natürlich ist das schwer für ihn, aber er soll nur nicht dagegen gehen. Also bleibt B. dran bis er einmal schön anspringt. Er muss danach nicht so weiter springen nur erstmal anspringen.

Am Ende steht noch großes Kuscheln und Wälzen auf dem Plan.

Morgen muss ich nochmal rechten Schenkel üben. Aber sonst ist alles gut ich soll nur weiter arbeiten.